Förderwochenende für migrantisierte Mitglieder

    04. – 07. Juni 2026 Frankfurt

From Margings

to Movements:

Pop ist

politisch

Wir alle kennen diese Momente: Du steigst morgens in die Bahn, Kopfhörer drin, dein Lieblingssong läuft. Abends noch „eine Folge“ auf Netflix und plötzlich sind es drei. Oder du liest ein Buch und erkennst dich in einer Geschichte wieder, die dich nicht mehr loslässt.

Popkultur ist kein bloßer Zeitvertreib – sie begleitet uns jeden Tag. Sie beeinflusst, wie wir fühlen, denken und die Welt verstehen. Sie prägt gesellschaftliche Realitäten und entscheidet mit darüber, wessen Geschichten erzählt werden, wer sichtbar ist und wer übersehen wird.

Gerade für junge Menschen kann Popkultur Inspiration, Identität und auch Widerstand bedeuten. Besonders Genres wie Hip-Hop zeigen, dass Popkultur mehr sein kann: eine Stimme der Unterdrückten, ein Ausdruck von Erfahrungen, die sonst keinen Raum bekommen. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass nicht alle Perspektiven gleich viel Platz bekommen. Vielfalt bedeutet nicht automatisch Veränderung, oft bleibt es bei „Diversity sells“.

Denn Popkultur ist auch ein Markt. Hinter Musik, Filmen oder Büchern stehen Geld, Macht und Interessen. Sie sind immer auch eine Ware, die in den Händen Weniger liegt und mit der Profit gemacht wird. Wer gehört wird, hängt somit oft nicht nur von Talent ab, sondern auch von den gesellschaftlichen Verhältnissen -Ressourcen, Zugang und bestehenden Strukturen. Fragen von Klasse und Umverteilung spielen hier eine zentrale Rolle: Wer kann sich Sichtbarkeit leisten? Wer profitiert? Und wer bleibt außen vor?

Popkultur kann aber auch zugleich ein Ort von Utopie und Widerstand sein. Sie bietet Räume, Erfahrungen einzuordnen, Missstände sichtbar zu machen und neue Perspektiven zu entwickeln. Entscheidend ist, dass marginalisierte Stimmen nicht nur dargestellt werden, sondern selbst Räume schaffen und Strukturen dauerhaft zu verändern.

Dieses Wochenende soll genau dafür Raum bieten. Nicht, um perfekte Antworten zu finden, sondern um gemeinsam zu lernen, Erfahrungen zu teilen und uns gegenseitig zu stärken. Wir wollen hinterfragen, wie politischer Aktivismus  in der Popkultur für uns als migrantisierte Menschen funktioniert, wo seine politischen/aktivistischen Möglichkeiten liegen und wie wir selbst zur Veränderung beitragen können.

Dich erwartet ein Wochenende mit praktischen Workshops und Austauschformaten, in denen wir uns unter anderem damit beschäftigen, wie Kunst, Musik und Kultur historisch und gegenwärtig immer wieder zu Formen von Widerstand und Gesellschaftskritik geworden sind. Gemeinsam schauen wir auf Beispiele aus Musik, Film oder Literatur, analysieren Machtverhältnisse und entwickeln Ansätze für unsere eigene politische Praxis.

Neben inhaltlichen Inputs und Skill-Sharings wird es auch Raum für Vernetzung, Austausch und gemeinsame Zeit geben, um sich zu verbinden, voneinander zu lernen und Kraft zu tanken.

Unser Förderwochenende findet vom 04.06. -7.06. in Frankfurt statt.

Anmeldung

Du willst dabei sein? Dann kannst du dich bis zum 29.04. anmelden. Am 30.04. melden wir uns bei dir und teilen dir mit, ob du einen Platz erhalten hast.

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