Stellungnahme zum "Cicero"-Artikel "Die neue Republik_in der Junggrünen"

Seit einigen Monaten arbeitet eine Gruppe von Wissenschaftler_innen unter Leitung des Parteienforschers Franz Walter die Geschichte der GRÜNEN Partei im Hinblick auf die Positionierung zu Pädophilie auf.

Ein Artikel im „Cicero“ hat jetzt auf eine Aussage in einem Blogbeitrag auf unserer Homepage aus dem Jahr 2009 aufmerksam gemacht. Es handelt sich um ein Zitat, das ironisch versucht den Vorwurf der Pädophilie abzuwehren und dabei die unsägliche Formulierung „Kinder bräuchten sowas“ verwendet. Als GRÜNE JUGEND distanzieren wir uns ausdrücklich von diesem Zitat. Wir entschuldigen uns dafür, dass ein solcher Satz auf unserer Homepage publiziert werden konnte.

Durch einen Fehler im Rahmen der Umstellung auf unsere neue Homepage im November 2012, der eine Zusammenlegung des Webangebots und des Mitgliederblogs beinhaltete, sind einzelne Texte nicht mehr als Blog-, Meinungs- und Autor_innenentexte erkennbar. Der verlinkte Text ist ohne redaktionelle Prüfung eingestellt worden. Wir haben den entsprechenden Text jetzt gelöscht.

Die GRÜNE JUGEND streitet für eine freie und selbstbestimmte Geschlechtlichkeit und Sexualität. Frei und selbstbestimmt heißt dabei, gesellschaftliche Normen – Heterosexualität, Monogamie und generell das Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit – zu hinterfragen.

Frei und selbstbestimmt – das kann jedoch Sex zwischen Erwachsenen und Kindern nicht sein. Kinder können kein Einverständnis zu sexuellen Handlungen geben. Wer Sex mit Kindern hat, überschreitet die Grenze der sexuellen Selbstbestimmung und muss deshalb zu Recht mit einer Anklage rechnen. Die Forderung nach der Legalisierung von pädophilen Handlungen war und ist nicht Beschlusslage der GRÜNEN JUGEND. Auch gab es bei uns nie Zusammenschlüsse, die dies propagierten.