PM: 2038 ist kein Konsens – wir legen unser Veto ein!

Analyse zum Beschluss der Kohlekommission – Ausstieg 2038Zum Kompromiss der Kohlekommission erklärt Max Lucks, Sprecher der GRÜNEN JUGEND: „Es ist gut, dass der Kohleausstieg nun überhaupt eingeleitet werden soll. Und wir sind sicher, dass die Umweltverbände dafür hart gekämpft haben. Aber das Ergebnis müssen wir nicht an der schwierigen Ausgangslage der Verhandlungen messen, sondern daran, was notwendig wäre, um unseren Planeten zu retten. Und der Kohleausstieg bis 2038 reicht bei Weitem nicht aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten und somit unsere Chance auf einen lebenswerten Planeten zu sichern.“

Ricarda Lang, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND ergänzt: „Das Ergebnis der Kohlekommission wird nun gerne als gesamtgesellschaftlicher Konsens dargestellt. Doch für einen Konsens haben viel zu viele Gruppen am Verhandlungstisch gefehlt. Die Menschen aus dem globalen Süden, die die Folgen der menschengemachten Klimakrise besonders hart treffen. Und die junge Generation, die die Folgen der mutlosen Politik von heute später mal ausbaden muss. Und deshalb machen wir heute vor dem Wirtschaftsministerium klar: Es gibt keinen Konsens für 20 weitere Jahre schmutzige Kohlekraft. Wir legen unser Veto ein. Denn es geht um unser Recht auf Zukunft!“

Analyse zum Beschluss der Kohlekommission – Ausstieg 2038

Ausführliches Statement der GRÜNEN JUGEND zum Ergebnis der Kohlekommission:

Kohleausstieg 2038, das würde 20 weitere Jahre dreckige Kohlekraft und damit 20 weitere Jahre Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlage. Es ist gut, dass der Kohleausstieg nun überhaupt eingeleitet werden soll. Und wir sind sicher, dass die Umweltverbände dafür hart gekämpft haben. Aber das Ergebnis müssen wir nicht an der schwierigen Ausgangslage der Verhandlungen messen, sondern daran, was notwendig wäre, um unseren Planeten zu retten. Und der Kohleausstieg bis 2038 bei Weitem nicht aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten und somit unsere Chance auf einen lebenswerten Planeten zu sichern.

Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Protest nun auf die Straße tragen und den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Denn auch wenn sie sich durch die Verschiebung des Themas in eine Kommission aus der politischen Verantwortung stehlen wollte, wird sie sich am Ende daran messen lassen müssen, ob sie endlich handelt oder unsere Zukunft weiter aufs Spiel setzt. Gemeinsam mit #FridaysforFuture und Ende Gelände machen wir klar, dass 2038 nicht reicht, weder für uns noch für den Planeten. Wir kämpfen weiter für den Kohleaustieg 2038. Das mag für viele radikal klingen, doch mit Blick auf den Zustand unserer Erde gibt es wohl kaum etwas vernünftigeres als radikale Klimaschützer*in zu werden. Nicht weil Radikalität ein Selbstzweck ist, sondern weil wir es verdammt nochmal notwendig sind, wenn wir in ein paar Jahrzehnten noch einen Planeten haben wollen, auf dem wir gut leben können.

Das Ergebnis der Kohlekommission wird nun gerne als gesamtgesellschaftlicher Konsens dargestellt. Doch für einen Konsens haben viel zu viele Gruppen am Verhandlungstisch gefehlt. Die Menschen aus dem globalen Süden, die die Folgen der menschengemachten Klimakrise besonders hart treffen. Und die junge Generation, die die Folgen der mutlosen Politik von heute später mal ausbaden muss. Und deshalb machen wir heute vor dem Wirtschaftsministerium klar: Es gibt keinen Konsens für 20 weitere Jahre schmutzige Kohlekraft. Wir legen unser Veto ein. Denn es geht um unser Recht auf Zukunft!

Kontakt:
Ricarda Lang, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND
ricarda.lang]ät]gruene-jugend.de