Lebenslust statt Zukunftsangst – Sozialkampagne 2016

Zukunftsangst und Leistungsdruck

Klassenfahrten sind zu teuer, die Ausbildung ist nicht finanzierbar, ein unterbezahltes Praktikum jagt das andere. Und die Perspektive auf einen unbefristeten Job mit auskömmlicher Bezahlung liegt in weiter Ferne. All das ist im Leben vieler junger Menschen leider alltäglich. Es wird so getan, als wäre Leistung der Schlüssel, um diese Probleme zu überwinden. Das ist natürlich Unsinn!

Nicht du bist schuld, sondern die Verhältnisse!

Denn diese Missstände sind keine Folge individuellen Scheiterns, sondern falscher gesellschaftlicher Verhältnisse. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen produzieren Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne und damit Armut und Ausgrenzung. Ein immer größerer Niedriglohnsektor führt dazu, dass immer mehr Menschen, nicht von ihrem Gehalt leben können. Davon sind insbesondere Frauen* und People of Color betroffen. Dadurch werden bestehende Diskriminierungen und Ausschlüsse zementiert. Neben dieser wachsenden Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen werden Sozialleistungen immer weiter abgebaut. Gerade Altersarmut und Kinderarmut steigen an. Immer mehr Leute müssen ihr leben unter der Armutsgrenze leben oder sind von Armut bedroht. Dadurch steigen Abstiegs- und Zukunftsängste an. Verschiedene diskriminierte Gruppen werden gegeneinander ausgespielt. All das befördert eine wachsende Entsolidarisierung und immer mehr Konkurrenzdenken in der Gesellschaft.

Änder was!

Wir wollen nicht versuchen, uns individuell mehr anzustrengen, in der falschen Hoffnung, dass es dann allen besser geht. Wir wollen die Gesellschaft verändern! Alle Menschen haben das Recht auf soziale Teilhabe. Allen Menschen steht ein Leben ohne finanzielle Ängste zu. Wir wollen ein gerechtes Zusammenleben solidarisch finanzieren. Wir wollen das gute Leben für alle, nicht nur für eine bestimmte Gruppe.

Mehr über unsere Sozialkampagne, unsere Ziele und Ideen findest du hier.