Kommt zum Seminar FIT* in IT und Technik!

19. – 21. Mai in Frankfurt am Main

Betrachtet man die Statistiken, fällt auf, dass immer noch sehr wenige FIT*-Personen Technikberufe ergreifen. Üblicherweise sind technische Berufe, Studiengänge und die gesamte Technikszene stark männlich geprägt, und auch der öffentliche Diskurs in diesen Bereichen wird zumeist von Männern dominiert. Doch woran liegt das? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass zum Beispiel der Beruf der Programmiererin früher ein typischer „Frauenberuf“ war. Durch den Zugewinn an Relevanz und Prestige wird er heute jedoch als klassischer „Männerberuf“ verstanden. Deswegen wollen wir uns im Seminar mit der Rolle von FIT*-Personen in Technikkontexten beschäftigen. Dabei ist es uns wichtig, nicht-männliche Vorbilder in der Entwicklung von Technologien und der Geschichte der Informatik sichtbar zu machen.

Doch nicht nur fehlende Vorbilder sind ein Problem. Obwohl sich die sogenannte Nerdkultur selbst eher als inklusiv versteht, wirkt sie oft sehr abschreckend, sofern man nicht dem typischen Bild des weißen und männlichen Informatikers entspricht. Wir wollen uns damit auseinandersetzen, wie dieses Bild entstanden ist und wie inklusiv die Szene tatsächlich ist. Neben einem historischen Rückblick sollen damit auch Handlungsoptionen für das Hier und Jetzt erarbeitet werden. Wie können wir FIT*-Personen dazu ermutigen, sich mit Technik zu beschäftigen? Wie können wir gegenwärtig herrschende Diskriminierungsstrukturen abbauen?

Workshops

Historischer Rückblick: Die Rolle von Frauen in Informatik und Technik
Die Präsenz von Frauen* in sogenannten MINT-Fächern erscheint uns heute intuitiv als ein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Ein Blick in die Geschichte der Informatik stellt diesen Eindruck in Frage, denn gerade Frauen wie Ada Lovelace und Grace Hopper sind für Erkenntnisfortschritte in der IT verantwortlich. Ein in den Workshop einführender Vortrag verfolgt einerseits die Entwicklung der Informatik zu einer eigenständigen Wissenschaft und andererseits das gleichzeitige Verschwinden von Frauen* in Forschung und Anwendung der Informatik. Und: Welche Rolle kommt Frauen* in Informatik und Technik heute zu?
Gemeinsam möchten wir herausarbeiten, worin die Frauen* ausschließenden Mechanismen in (informations-)technischen Bereichen bestehen und welche Unterschiede zwischen der Situation früher und heute bestehen. Abschließend entwerfen wir – nach unseren eigenen Vorstellungen – ein Bild von Frauen* in Informatik und Technik.

Critical Nerdness: Ist Nerdkultur ein Problem?
Eine Fachkultur mit gemeinsamen Bezugspunkten und Insider-Humor kann identitätsstiftend sein und zu einem guten Gemeinschaftsgefühl führen. Für Viele ist sie vielleicht die erste Erfahrung sozialen Zusammenhalts unter Gleichgesinnten. Aber sie wirkt aus ausschließend und kann schnell toxisch werden. Wie können wir – auch eigene – blinde Flecken erkennen, Mythen aufdecken und die Rolle „des Nerds“ kritisch beleuchten? Wer oder was ist eigentlich Nerd? Sind Nerds das neue cool? Oder sind Nerds ein Haufen toxischer Typen, die „das mit den Menschen“ einfach nicht so gut können?
Gemeinsam werden wir diese Fragen beantworten, konkrete Vorfälle aus den letzten Jahren beleuchten und ein kritisches Bewusstsein schaffen, um Nerd-dominierte Räume inklusiver für alle machen zu können.

Programm

Freitag, 19. Mai
Früher Abend: Ankommen
Historischer Rückblick: Die Rolle von Frauen in Informatik und Technik
Abendessen
Filmabend/ Erwartungsabfrage

Samstag, 20. Mai
Frühstück
Vorbereiten der Workshops
Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des Nerds
Mittagessen
Ungleiche Behandlung von Kindern und Jugendlichen in der Bildung aufgrund von Geschlechtszugehörigkeit & geschlechtlicher Identität
Abendessen
Besuch eines Hackspaces (am besten einer mit queerfeministischem Anspruch)

Sonntag, 21. Mai
Frühstück
Fazit
Antragsberatung: Forderungen, Lösungsansätze, Visionen
Feedback

Organisatorisches:
Bitte melde dich schnell an! Am Seminar können maximal 15 Personen teilnehmen. Du erhältst nach Absenden des Formulars eine Bestätigung, dass deine Anmeldung eingegangen ist. Frühzeitig vor dem Seminar erhältst du eine endgültige Teilnahmebestätigung, erst dann wird deine Teilnahme endgültig. Nach der Teilnahmebestätigung solltest du den Teilnahmebeitrag in Höhe von 15 Euro auf das Konto vom Bundesverband der GRÜNEN JUGEND überweisen:
IBAN: DE 45 1009 0000 2627 7040 06
BIC: BEV0DEBB
Berliner Volksbank

Du hast Probleme den Teilnahmebeitrag zu bezahlen? Hier findest du mehr Infos. Wende dich gerne per E-Mail an uns, wir finden eine Lösung. Die Erstattung der Fahrtkosten erfolgt entsprechend der Finanzordnung zum BahnCard 50-Tarif. Die Erstattungsfrist beträgt vier Wochen.

Zur Teilnahme:
Wir legen Wert auf eine möglichst inklusive Veranstaltung und bemühen uns deshalb auch darum, eine Kinderbetreuung und barrierearme Teilnahme zu ermöglichen. Wenn wir etwas tun können, um euch die Teilnahme am Seminar möglich zu machen oder zu erleichtern, meldet euch bitte so früh wie möglich bei uns unter buero@gruene-jugend.de.
Für vegane Verpflegung wird gesorgt. Bitte weist uns im Kommentarfeld auf eventuelle Unverträglichkeiten o.ä. hin. Bei Fragen zur Rollstuhlgerechtigkeit meldet euch bitte per E-Mail oder schreibt sie ins Kommentarfeld. Kinderbetreuung können wir anbieten, wenn wir früh genug wissen, dass sie benötigt wird. Meldet euch also so früh wie möglich und gebt Anzahl, Alter und alle anderen wichtigen Infos zu den Kindern an.

Anmeldung

 

Verification