JUGENDORGANISATIONEN: SIE KRIEGEN DIE KRISE

Nebenjob? Wegen Corona verloren. Berufseinstieg? Kaum jemand stellt ein. Junge Menschen werden gerade völlig vergessen, klagen die Jugendorganisationen der Parteien.

Allein die Tatsache, dass die Jugendorganisationen von SPD, Union, Grüne und FDP eine gemeinsame Forderung formuliert haben, ist bemerkenswert. Am späten Abend des 23. April trafen sich die Spitzen von Jusos, Junger Union, Grüner Jugend und den Jungen Liberalen in einem Videocall. Während Bund und Länder gerade über die Wiederaufnahme von Bundesliga-Spielen berieten, ging es bei ihnen um Hilfen für die Jugend in der Krise. Gemeinsam formulierten sie einen offenen Brief an Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Kevin Kühnert, Tilman Kuban, Anna Peters und Ria Schröder beschrieben darin, wie schlecht es vielen jungen Erwachsenen in der Krise gehe. Studierende, die ihren Nebenjob verloren hätten. Auszubildende, die nicht wüssten, ob sie weiter in ihrem Betrieb bleiben können.