Jetzt erst recht: Liberale Drogenpolitik statt Stigmatisierung!

Bei dem Bundestagsabgeordneten Volker Beck wurden 0,6g illegalisierte Drogen gefunden. Daraufhin bot er an, seine Ämter in der Fraktion niederzulegen, als innen- und religionspolitischer Sprecher und als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe zurückzutreten.

Jamila Schäfer, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, erklärt:
„Dass sich durch die gesellschaftliche Ächtung von illegalisierten Substanzen einer der besten Bundespolitiker dazu gezwungen sieht, seine Ämter niederzulegen, zeigt, wie wichtig der Kampf für eine liberale Drogenpolitik und für die Entkriminalisierung von Drogenkonsum ist.
Die Empörung sowohl in der Presse, als auch in den sozialen Medien über den Drogenfund ist scheinheilig. Schon lange ist bekannt, dass viele Politiker_innen zu illegalisierten Substanzen greifen, um ihren Job bewältigen zu können. Wir sollten eine Debatte über die Rolle von leistungssteigernden Drogen in der heutigen Gesellschaft und in der Politik führen, statt jetzt den Zeigefinger zu erheben.“

Moritz Heuberger, Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND, ergänzt:
„Volker Beck hat niemandem geschadet, sondern gegen konservative Normen verstoßen. Wir kämpfen gegen die Stigmatiserung und Kriminalisierung von Drogenkonsument_innen an. Uns geht es nicht darum, die Folgen von Drogenkonsum zu verharmlosen, doch die derzeitige restriktive Drogenpolitik verhindert eine wirkungsvolle Prävention und Suchthilfe. Die Prohibitionspolitik ist gescheitert.
Volker Beck ist ein herausragender Politiker und hat sich im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und die Diskriminierung von LGBTQIA verdient gemacht. Daher hoffen wir, dass er uns so lange wie möglich erhalten bleibt.“