GRÜNE JUGEND zu Mindestlohn-Vorstoß von Brigitte Pothmer: "Inakzeptabel und entmündigend"

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion hat laut FAZ-Bericht gefordert, es müsse Ausnahmen vom Mindestlohn für jüngere und weniger erfahrene Menschen geben, damit diese keinen Anreiz hätten, statt einer Ausbildung einen besser bezahlten Nebenjob anzunehmen.

"Frau Pothmer vertritt damit nicht die Position der Partei", macht Felix Banaszak, Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND deutlich. "Wir können nicht auf der einen Seite die Union für ihre Versuche kritisieren, den Mindestlohn auszuhöhlen, und dann selber völlig willkürliche Ausnahmen schaffen. Der Mindestlohn soll Arbeiten in Würde sicherstellen. Mir ist nicht ersichtlich, warum die Würde jüngerer Menschen weniger wert sein soll. Wir widersprechen ihr deutlich."

Theresa Kalmer, GRÜNE-JUGEND-Bundessprecherin ergänzt: "Frau Pothmer entmündigt mit ihrem Vorschlag Jugendliche und junge Erwachsene. Sie spricht ihnen ab, Entscheidungen über ihren Lebensweg selbstbestimmt treffen zu können. Frau Pothmer sollte Jugendliche und junge Erwachsene unterstützen, anstatt den Glauben an sie zu verlieren. Anstatt Ausnahmen vom Mindestlohn, braucht es angemessene Vergütungen und gute Arbeits- und Lernbedingungen, wenn Fehlanreize vermieden werden sollen."