GRÜNE JUGEND und BUNDjugend: „Klimaflüchtlinge müssen rechtlich anerkannt werden"

Anlässlich der 19. Klimaverhandlungen fordert die GRÜNE JUGEND zusammen mit der BUNDjugend die rechtliche Anerkennung von Klimaflüchtlingen. Dazu wird am 16. November um 11:30 Uhr vor dem Frontex-Hauptquatier in Warschau eine große Aktion zu klimabedingter Migration stattfinden. Der kreative Protest wird von der GRÜNEN JUGEND und der BUNDjugend initiiert und richtet sich gegen die Asylpolitik der Europäischen Union und das Vorgehen der Grenzschutzagentur Frontex gegen Flüchtlinge.

Enno Zickler, Mitglied der Bundesjugendleitung, dazu: „Der verheerende Taifun, der letzte  Woche die Philippinen traf, verdeutlich wie ungleich die Auswirkungen des Klimawandels die Staaten treffen. Das Thema Klimagerechtigkeit muss endlich auf den Weltklimaverhandlungen eine zentrale Rolle spielen. Die EU ist als zentrale Akteurin auf der Weltklimakonferenz aufgefordert in besonderer Verantwortung diesen Prozess voranzutreiben. Das strikte Vorgehen von Frontex  steht im klaren Wiederspruch zu Klimagerechtigkeit und der Verantwortung, die die EU zutragen hat.“

Theresa Kalmer, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, erklärt: „Die Migrationspolitik der EU verletzt Menschenrechte. Die EU errichtet immer höhere Mauern, um sich nach außen abzuschotten. Anstatt Flüchtlinge auf hoher See zurückzudrängen und in ihre Staaten zurückzuschicken, muss sich die EU endlich zu einer solidarischen Flüchtlingspolitik bekennen. Die Grenzschutzagentur Frontex muss sofort abgeschafft werden. Wir streiten für ein Europa, das für alle ein zu Hause sein kann. Bewegungsfreiheit ist ein Menschenrecht.“

Ska Keller, migrationspolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion im Europäischen Parlament, ergänzt: „Arme Länder sind häufig am stärksten vom Klimawandel betroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben. Immer mehr Menschen müssen aufgrund veränderter Umwelt- und Wetterbedingungen ihr zu Hause verlassen. Vor allem Länder des Globalen Nordens müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und Klimaflüchtlingen eine Aufnahmeperspektive bieten. Es braucht mehr Geld für Anpassungsmaßnahmen in ärmeren Staaten. Menschen, die flüchten müssen und in ihrem eigenen Land eine neue Lebensgrundlage brauchen, muss endlich geholfen werden.“