Gleiche Rechte sind keine Verhandlungssache!

„Angela Merkel möchte der CDU kurz vor der Bundestagswahl einen toleranten Anstrich verpassen. Die CSU hält mit gewohnt homophoben Argumentationsmustern dagegen. Merkel inszentiert einen weiteren Akt ihrer Ankündigungs- und Simulationspolitik, denn erst Mitte 2012 votierte ihre Fraktion einstimmig gegen die Öffnung der Ehe. Selbst gegen die steuerrechtliche Gleichstellung stellten sie sich geschlossen.

Die GRÜNE JUGEND streitet weiter für ein diskriminierungsfreies Adoptionsrecht. Auch fordern wir darüber hinaus die Möglichkeit, dass ein Kind von mehr als nur zwei Menschen adoptiert werden kann. Denn auf der einen Seite profitiert das Kind rechtlich. Auf der anderen Seite würde der Realität Rechnung getragen werden, dass viele Kinder bereits nicht nur durch zwei Menschen aufgezogen werden.

Die Öffnung der Ehe für alle Menschen ist allerdings nur ein kleiner Baustein der individuellen Gleichberechtigung. Das christlich-konservative Gesellschaftsbild der CDU/CSU steht weit hinter den aktuellen gesellschaftpolitischen Debatten. Diese Regierung hat es noch lange nicht verstanden, dass wir im 21. Jahrhundert angekommen sind und nicht mehr im Mittelalter leben.“