Give The Ecologist A Cigarette!

Beschluss der 16. Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND (01. April 2001, Hamburg)

Die Grüne Jugend hält die im Kyoto-Protokoll festgelegte CO2-Reduktion von 5,2% für unzureichend! Der industrielle Ausstoß des Treibhausgases CO2 gilt als eine der Hauptursachen für die globale Erwärmung (Treibhauseffekt). Wir fordern die Bundesregierung daher auf, die nötigen Maßnahmen in Deutschland für eine Stabilisierung des globalen Klimas zu unternehmen und auf internationaler Ebene einzufordern. Dabei soll sie sich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen des zuständigen UN-Gremiums – der IPCC (Intergovermental Panel for Climate Change) -orientieren, d.h. auf eine weltweite CO2- Reduktion von 60% hinwirken.

Die Reduktionsmaßnahmen, die bei den UN-Klimaverhandlungen diskutiert werden, beinhalten viele Schlupflöcher, die es den Herstellerländern erlauben, sich ihrer Verantwortung zu entziehen. Dies lehnen wir ab und fordern daher, dass Reduktionsmaßnahmen nur im eigenen Land durchgeführt werden dürfen und CO2- Senken (Wälder und Wiesen) nicht als reduzierende Maßnahmen angerechnet werden dürfen.

Damit sich die betroffenen Länder an die Entwicklung anpassen können, soll ein Technologietransfer in die Entwicklungs- und Transformationsländer bereitgestellt werden. Umweltflüchtlinge müssen als solche jetzt und in Zukunft anerkannt und in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen werden.

Selbstverständlich erscheint uns, dass gemäß dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung eine ausschließliche Fokussierung auf regenerative Energien erfolgt und AKW’s nicht als Maßnahme zum Klimaschutz gewertet werden dürfen.

Wir fordern die Bundesregierung auf, auch dann CO2-reduzierende Maßnahmen durchzuführen, wenn es nicht zu einem Ergebnis bei dem anstehenden Weltklimagipfel kommt.

Die Grüne Jugend unterstützt die Aktionen und Proteste beim Weltklimagipfel vom 16. – 27. Juli in Bonn. Sie ruft zur Teilnahme auf und unterstützt, so weit es ihr möglich ist, das unabhängige Klimabündnis Risingtide.