Genderstar JETZT!

Beschluss vom 47. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND vom 30.9.-2.10.2016 in Göttingen

Sprache als Machtfrage

Die Strukturen einer patriarchalen und zweigeschlechtlichen Gesellschaft drücken sich auch in der Sprache aus: Tagtäglich hören wir von „Bundesministern“, „Managern“ und „Politikern“. Dabei ist längst durch unzählige empirische Studien erwiesen, dass sich durch das generische Maskulinum nicht alle Menschen angesprochen fühlen. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, haben wir als GRÜNE JUGEND bisher den sogenannten Gendergap genutzt.

Einen Schritt weiter gehen

Als GRÜNE JUGEND haben wir uns dabei bewusst entschieden, auf die Anwendung des Binnen-I („BürgerInnen“) zu verzichten und mit dem Gendergap versucht die zweigeschlechtliche Denkweise, die die Gesellschaft in „Männer“ und „Frauen“ teilt, zu überwinden. Mit dem Genderstar knüpfen wir an diesen Prozess an und setzen nun noch eindeutiger ein Zeichen gegen eine zweigeschlechtliche Denkweise. Alle Texte der GRÜNEN JUGEND sind daher ab sofort mit dem Genderstar zu gendern (Also „Bürger*innen“ statt „Bürger_innen“).

Keine sinnlose Beschäftigung mit uns selbst, sondern konsequenter Queerfeminismus

Dabei stellt die Einführung des Genderstars keine sinnlose Beschäftigung mit uns selbst dar, sie ist vielmehr Teil eines konsequent gedachten Queerfeminismus: Wenn wir als GRÜNE JUGEND die normativen Strukturen unserer Gesellschaft aufbrechen wollen, dann müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen. Und das tun wir mit Hilfe des Genderstars.