Drogenmärkte regulieren statt Menschen kontrollieren!

„Der heutige Weltdrogentag feiert eine Politik der Inhumanität und Irrationalität. Der Krieg gegen illegalisierte Drogen führt – wie selbst die UN inzwischen vorsichtig zugibt – weltweit zu fatalen "Nebenwirkungen". Die sogenannte Drogenkontrolle schafft den Schwarzmarkt, der dann mit militärischen Mittel und unter Inkaufnahme zahlreicher Menschenrechtsverletzungen bekämpft wird. Zudem verhindert das Verbot weder Drogenkonsum noch Drogenmissbrauch, sondern blockiert einen offenen und ehrlichen Umgang mit Drogen und eine ideologiefreie Hilfe für Menschen mit einem problematischen Drogenkonsum.

Die repressive Drogenpolitik kontrolliert das Leben vieler Menschen. Konsumentinnen werden als Kriminelle gejagt und den negativen Auswirkungen des Schwarzmarktes ausgesetzt. Abhängige werden im besten Fall als Patienten zweiter Klasse gegängelt, vielen Ländern werden sie kriminalisiert oder gar zur "Therapie" in Lagern interniert. Ein signifikanter Anteil der weltweit vollstrecken Todesurteile werden wegen Drogendelikten verhängt. Die Drogenverbotspolitik macht jeden Mensch zu Verdächtigen und jede Gesellschaft leidet unter den Folgen der Drogenkontrolle wie Korruption und den Kosten der Strafverfolgung.

Die GRÜNE JUGEND fordert ein globales Umdenken in der Drogenpolitik. Die Staaten müssen den Drogenkrieg beenden und eine humane Politik anstreben. Diese muss mit einer sofortigen Entkriminalisierung von KonsumentInnen und KleinbäuerInnen und einer Fokussierung auf Harm Reduction (schadensmindernden Maßnahmen) – Spritzentausch, Drogenkonsumräume sowie die Vergabe von Methadon und Heroin – beginnen. Zudem muss eine Versorgung von DrogenkonsumentInnen ohne Schwarzmarkt geschaffen werden. Das Ziel der Drogenpolitik muss eine Welt ohne Drogenkriege sein!“