Bezahlbares und angstfreies Leben für alle – Unsere Wohnraumkampagne 2018!

Schlagkräftig voran – unser Kampagnenpotenzial ausbauen
Im letzten Jahr haben wir als GRÜNE JUGEND bewiesen, dass wir eine schlagkräftige Kampagne umsetzen und viele Menschen erreichen können. Wir haben neue Formen der Kampagne ausprobiert, als Verband dazu gelernt und unsere Kampagnenfähigkeit ausgebaut. Darauf gilt es nun aufzubauen. Wir wollen noch schlagkräftiger werden, als Verband noch besser zusammenarbeiten und als GRÜNE JUGEND noch sichtbarer werden. Deshalb werden wir in diesem Sommer eine Kampagne zum Thema Wohnen machen. Wir wollen mit einer eigenständigen, wahlkampfunabhängigen Kampagne zeigen, dass wir auch außerhalb von Wahlen Menschen mobilisieren können und unsere eigenständigen Inhalte auf die Straße bringen. Wir wollen noch mehr Menschen für junggrüne Visionen begeistern, sie politisieren und dazu ermutigen mit uns gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft zu streiten!

Warum Wohnraum? Wohnen als zentrale Gerechtigkeitsfrage!
Unsere Generation ist viel unterwegs und wechselt häufig den Wohnort. Die Frage nach gutem und bezahlbarem Wohnraum treibt gerade junge Menschen um, wie kaum eine andere. Wir wollen, dass junge Menschen in allen Lebenslagen selbstbestimmt leben und damit auch wohnen können. Doch im Moment läuft einiges schief.

Schluss mit steigenden Mieten – bezahlbar und angstfrei Wohnen!
Die Mieten in großen Städten steigen ins Unermessliche, viele Menschen werden aus ihren Vierteln verdrängt und können sich wenn dann noch ein winziges WG-Zimmer am Stadtrand leisten. Die Wohnungssuche wird zur Tortur. Gerade viele Studierende und Auszubildende verbringen viele frustrierende Stunden auf WG-Gesucht und müssen ewig auf aussichtsreiche Zimmer warten. Dazu kommt immer das Wissen im Hinterkopf: ohne reiche Eltern kann man die meisten Wohnungen sowieso vergessen. Denn das BAFöG reicht nicht für die Miete und sozialer Wohnraum ist Mangelware. Von Bürgschaften und sehr hohen Kautionen ganz zu schweigen. Gerade in großen Städten wird Wohnraum immer mehr zum Spekulationsobjekt von u.a. großen Unternehmen. Doch für uns ist klar: Gutes Wohnen darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Das rasante Tempo des Anstiegs der Wohn- und Lebenskosten muss gestoppt werden. Wir wollen bezahlbaren Wohnraum – für ein bezahlbares und angstfreies Leben für alle. Denn dein Zuhause ist wichtiger als Profite!

Deshalb fordern wir:

  • Schluss mit der Privatisierung von Wohnraum
  • Investitionen in sozialen Wohnungsbau und Stärkung von Landeseigenen Wohnungsbauunternehmen
  • eine echte Mietpreisbremse ohne Schlupflöcher

Schluss mit Kaputtsparpolitik – lebenswertes Wohnen überall!
Doch während in großen Städten die Mieten immer weiter ansteigen, verfallen anderswo Häuser, weil niemand dort wohnen will, wo es nicht mal einen Supermarkt oder eine Bushaltestelle um die Ecke gibt. Gerade in den neuen Bundesländern sterben ganze Landstriche aus, viele Menschen im ländlichen Raum fühlen sich abgehängt. Doch auch in Städten, wie z.B. im Ruhrpott, nimmt die Lebensqualität aufgrund von mangelnden Freizeit-, Sport- oder Kulturangeboten immer weiter ab. Gerade junge Menschen wollen nicht dort bleiben, wo Freiräume und Orte des lebendigen Zusammenseins immer weiter verschwinden – sei es das Jugendzentrum, der grüne Park oder der Bolzplatz. Das ist die Folge der vollkommen fehlgeleiteten Kaputtsparpolitik der Großen Koalition. Durch das Festhalten an der Schwarzen Null werden ganze Kommunen in Grund und Boden gespart. Das wollen wir ändern. Denn gutes Wohnen heißt für uns mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Wir wollen Teilhabe und das gute Leben für alle Menschen schaffen – sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Denn dein Zuhause ist wichtiger als die Schwarze Null!

Deshalb fordern wir:

  • Endlich Geld in die Hand nehmen: Investitionen in soziale und lebensnotwendige Infrastruktur
  • Kostenloser ÖPNV für echte Teilhabe
  • Freizeit- und Kulturangebote im ländlichen Raum fördern

Wir wollen mehr – guter und bezahlbarer Wohnraum für alle!
Wir werden nicht länger akzeptieren, dass Wohnungssuche für viele Menschen mit Angst verbunden ist. Für uns ist das Thema Wohnen eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit und eine zentrale Stellschraube im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung und für Teilhabe und ein solidarisches Zusammenleben. Wohnen ist für uns keine Ware, sondern ein Recht. Wir wollen, dass du selbstbestimmt entscheiden kannst, wo du wohnen willst. Und wir streiten dafür, dass du unabhängig von deinem Geldbeutel überall gut leben kannst – egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Denn dein Zuhause ist uns wichtig!

Wie geht’s weiter?
Der Bundesvorstand wird in enger Zusammenarbeit mit den Landesvorständen aufbauend auf diesem Beschluss die Kampagne erarbeiten. Wir wollen auf den Erfolgen aus dem letzten Jahr aufbauen und auf Dezentralisierung und Stärkung der Ortsgruppen setzen. Wir sind als Verband zusammengewachsen. Daran wollen wir anknüpfen, indem wir die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen noch verbessern und eine Anpassung der Kampagne auf lokale Gegebenheiten ermöglichen. Unser Ziel ist es mit der Kampagne junge Menschen zu erreichen, zu politisieren und zu mobilisieren und gleichzeitig unser Kampagnenpotenzial auszubauen. Die Kampagnenarbeit besteht dabei für uns nicht unabhängig von den sonstigen Aktivitäten im Verband, sondern soll mit Bildungsveranstaltungen und Methodenschulungen zusammen gedacht und verbunden werden. Lasst uns zusammen anpacken und auf der Straße und im Netz zeigen, dass eine andere Zukunft möglich ist – los geht’s!