2038 reicht nicht – denn es geht um unser aller Zukunft!

Die Kohlekommission hat heute ein Ergebnis vorgelegt, Deutschland soll bis 2038 aus der Kohle aussteigen. Das ist viel zu langsam und reicht bei Weitem nicht aus, um das Pariser Klimaabkommen und die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten. Außerdem sind keine konkreten Schritte für den Zeitraum von 2022 bis 2030 geplant, der Erhalt des Hambacher Walds ist „wünschenswert“, wird aber von RWE schon wieder in Frage gestellt, und die fossilen Unternehmen können sich auf hohe Entschädigungen freuen. Und bis 2030 sollen noch 17 Gigawatt Kohlestrom im Netz sein.

Es ist gut, dass der Kohleausstieg endlich eingeleitet wird. Und wir sind sicher, dass die Umweltverbände hart gekämpft haben. Aber dieses Ergebnis reicht einfach nicht aus, um unsere Chance auf einen lebenswerten Planeten zu sichern.
Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Protest auf die Straße tragen und alles tun, um den Kohleausstieg zu beschleunigen. Wir werden nicht zusehen, wie unsere Zukunft weitere 20 Jahre in Kohlekraftwerken verheizt wird. Wir kämpfen weiter für den schnellstmöglichen Kohleausstieg!

Wenn schon im Energiesektor das Pariser Klimaabkommen und die 1.5 Grad Grenze nicht eingehalten werden, ist das auch für die anderen Sektoren wie den Verkehr- oder Wärmebereich ein fatales Zeichen. Die letzten Tage und die Blockade der Kohlekommission zeigen, dass wir umso mehr auf europäische und globale Lösungen setzen müssen. Deswegen fordert die Grüne Jugend neben einem Kohleausstieg bis 2025 auch einen gesamteuropäischen Kohleausstieg bis 2030, darauf folgend 100% Erneuerbare Energien in ganz Europa und ein Umdenken in allen weiteren Sektoren wie Landwirtschaft und Mobilität.

In Samoa und auf Fiji kämpfen unsere Verbündeten schon ums Überleben, wir stehen solidarisch an ihrer Seite und werden nicht aufhören, für uns alle an einer wirklich ambitionierten Klimapolitik festzuhalten.